Firmeneigenes Forschungsinstitut für Verpackung gegründet

Um die Verpackungen all seiner Produkte, die unter mehr als 2.000 Marken laufen, bis 2025 recycelbar oder wiederverwendbar zu machen, hat Nestlé sein eigenes „Institute of Packaging Sciences“ an den Start gebracht.

Negativschlagzeilen über anwachsenden Verpackungsmüll üben Druck auf Industrie und Handel aus. Der ist offenbar auch bei Nestlé angekommen. Am 6. Dezember gab der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern die Gründung des „Nestlé Institute of Packaging Sciences“ bekannt, das sich der Erforschung und Entwicklung von funktioneller, sicherer und umweltfreundlicher Verpackung widmen wird. Es wird in den bestehenden Forschungskomplex „Nestlé Research“ in Lausanne integriert. 58 Prozent des jährlichen Forschungs- und Entwicklungsbugets, 2017 belief es sich auf 1,7 Milliarden Schweizer Franken, wird in der Schweiz investiert. Wie hoch das Budget des neuen, im Vergleich zum gesamten Forschungsstab recht kleinen Institutes liegt, wollte Nestlé auf Anfrage nicht offenlegen.

Für den Konzern ist die Etablierung des neuen Forschungsinstitutes gleichwohl ein „weiterer Schritt zum Erreichen des Unternehmenszieles, bis 2025 alle Verpackungen recycelfähig oder wiederverwendbar zu machen. Schon bis 2020 soll(t)en durch systematische Analyse und Optimierung der Verpackungen jährlich 28.000 Tonnen Verpackungsmaterial (140.000 Tonnen von 2015 bis 2020) eingespart werden. Ferner beabsichtigt man, durch die „Bildung von Allianzen mit relevanten Anspruchsgruppen die Verpackungsabfallbewirtschaftung und die Verschmutzung der Meere in zehn wichtigen Ländern anzugehen.“

Dazu Mark Schneider, CEO von Nestlé: „Wir wollen führend sein in der Entwicklung nachhaltigster Verpackungslösungen für unsere Nahrungsmittel- und Getränkeprodukte. Aus diesem Grund stärken wir unsere Forschungskapazitäten im Bereich der Entwicklung neuer Verpackungsmaterialien und -konzepte. Dies wird es uns ermöglichen, der zunehmenden Abfallproblematik, insbesondere in Bezug auf Plastik, entgegenzuwirken. Unser Ziel ist es, Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig unseren Konsumenten gesündere und schmackhaftere Produkte auf sichere Weise anzubieten.“

Im Nestlé Institute of Packaging Sciences werden rund 50 Mitarbeiter in einem modernen Laborkomplex arbeiten, der zudem über spezielle Einrichtungen für die Entwicklung von Prototypen verfügt. Insgesamt beschäftigen die Schweizer weltweit 5.000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. In Zusammenarbeit mit diesem globalem Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk, akademischen Partnern, Lieferanten und Start-ups, heißt es, werde das Institut die Sicherheit und Funktionalität verschiedener nachhaltiger Verpackungsmaterialien evaluieren.

Konkret stehen dort laut Nestlé recycelbare, biologisch abbaubare oder kompostierbare Polymere, funktionales Papier sowie neue Verpackungskonzepte und -technologien zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen im Fokus. Die neuen Lösungen sollen dann in verschiedenen Produktkategorien getestet werden, bevor sie im globalen Produktportfolio des Konzerns eingeführt werden.

Stefan Palzer, Chief Technology Officer von Nestlé, konkretisierte: „Verpackungen sind entscheidend, um unseren Konsumenten sichere, wohlschmeckende und gesunde Produkte anbieten zu können. Das neue Institute of Packaging Sciences wird es uns ermöglichen, die Überarbeitung unserer Verpackungslösungen zu beschleunigen. Modernste Forschung sowie eine enge Zusammenarbeit mit weltweit führenden akademischen Einrichtungen und Industriepartnern werden uns zu einer größeren Auswahl an sehr funktionalen umweltfreundlichen Verpackungslösungen verhelfen.“

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