Profol erhält für Deckel Nachhaltigkeitspreis

Die Profol GmbH erhielt am 22. November in Düsseldorf für ihre Polypropylen-Platine zum Verschluss von Lebensmittelbehältern den Sonderpreis Verpackung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Mit der Folie aus Polypropylen müssen Becher und Deckel vor dem Entsorgen nicht getrennt werden, wodurch die Recyclingquote steigt. Die Sonderauszeichnung wurde in diesem Jahr erstmals von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis zusammen mit der REWE Group vergeben.

Umweltschutz hat für die Profol GmbH seit Jahren eine hohe Priorität. Gegründet wurde das Unternehmen vor 40 Jahren mit dem Ziel, dem damals von PVC-Folien dominierten Büroartikel-Markt mit Cast Polypropylen (CPP) eine ökologischere Alternative zu bieten. Mit der 100 Prozent recycelbaren Folie für Standbodenbeutel (CPPouch) hat Profol 2018 den Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit gewonnen.

Profol hat mit CPPeel eine Folie für Deckel – beispielsweise für Joghurtbecher – entwickelt, welche aus Polypropylen (PP) bestehen. Die Deckel weisen in Summe deutliche Umweltvorteile gegenüber den üblichen Aluminiumdeckeln auf. So benötigt die Herstellung eines PP-Deckels laut Herstellerangaben nur rund ein Zehntel der Energie im Vergleich zum herkömmlichen Aluminiumdeckel. Für die Herstellung von Aluminium wird Bauxit benötigt, dessen Abbau vielfältige negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Die Jury des Nachhaltigkeitspreises erklärte in ihrer Würdigung: “Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten steht selbstverständlich die Vermeidung von Verpackungen und Verpackungsmaterialien aller Art an oberster Stelle. Wenn eine Verpackung jedoch erforderlich ist, sollte die Verpackungslösung insgesamt einen möglichst geringen negativen Einfluss auf die Umwelt aufweisen. Wichtige Kriterien sind hierbei der Energie-, Rohstoff- und Wasserbedarf, die Recyclingfähigkeit der Verpackung sowie der Schutz des verpackten Produktes.” Joghurtbecher mit den PP-Deckeln können vollständig aus einem Material hergestellt werden – ein großer Vorteil gegenüber Bechern, die auf den ersten Blick eventuell umweltfreundlich aussehen, es aber nicht sind. Becher aus Kunststoff, mit Pappummantelung und Alu-Deckel oder Aluminium-Papier-Verbunddeckel seien keine umweltfreundliche Lösung.

Durch den Einsatz des PP-Deckels von Profol wird die Recyclingfähigkeit des Joghurtbechers erhöht, denn Becher und Deckel müssen vor dem Entsorgen nicht getrennt werden, wodurch die Recyclingquote steigt. Anders verhält es sich bei Bechern mit Aludeckel: Wird der Deckel nicht vollständig vom Becher entfernt, landen Becher und Deckel in der Müllsortieranalage meist gemeinsam in der Aluminiumfraktion. Der Kunststoff ist damit für das Recycling verloren. Die Becher mit PP-Deckel haben nicht nur die genannten direkten, sondern auch mittelbare Umweltvorteile: Die „Durchstoßfestigkeit“ ist wesentlich höher als bei Alu-Deckeln. Das heißt, es werden weniger Deckel beschädigt, wodurch Lebensmittelverluste reduziert werden. Insbesondere bei Milchprodukten sei dies von ökologischem Vorteil.

Dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet

Über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis: Am 22. November wurde in Düsseldorf vor 1.200 Gästen der 12. Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wurden Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung prämiert. Ehrenpreise erhielten Bundespräsident a. D. Joachim Gauck, die kolumbianische Umweltaktivistin Paula Caballero, „Simply Red“-Frontmann Mick Hucknall und der dänische Architekt Bjarke Ingels für ihr soziales und ökologisches Engagement. Den Sonderpreis für Greta Thunberg nahmen stellvertretend „Fridays For Future“-Aktivistinnen entgegen. Mehr als 800 Akteure und Projekte, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen, hatten sich um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020 beworben. Die Trophäe wurde in mehreren Kategorien vergeben.

Das Familienunternehmen fischerwerke aus Waldachtal ist „Deutschlands nachhaltigstes Großunternehmen 2020“. Die Jury würdigte das ganzheitliche Nachhaltigkeitsmanagement des in den Bereichen Befestigungstechnik, Automobilinterieur, Spielzeug und Prozessberatung tätigen Unternehmens. In der Kategorie „Unternehmen mittlerer Größe“ siegte das bayerische Traditions-unternehmen Develey aus Unterhaching. Der Hersteller von Senf- und Feinkostspezialitäten legt Wert auf die Regionalität der Produkte und Rohstoffe und hat ein integriertes Nachhaltigkeitssystem etabliert. In der Kategorie KMU konnte der Tofu-Hersteller Taifun-Tofu aus Freiburg die Jury überzeugen.

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