Versandhändler fordern: spenden statt entsorgen

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) und die innatura gGmbH fordern, Sachspenden an gemeinnützige Institutionen vollständig von der Umsatzsteuer zu befreien.

“Der Staat muss hier vom Bremser zum Förderer der Spendenbereitschaft in Deutschland werden”, so bevh-Präsident Gero Furchheim. “Wenn Sachspenden an gemeinnützige Institutionen steuerlich mit einem Wert von 0 Euro veranlagt würden, läge hier der effektivste Hebel, um die Vernichtung von Überhängen und Retouren zu vermeiden.” Ein Schritt, der längst überfällig und im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz unabdingbar sei.

Ein Teil aller Produkte, die ursprünglich zum Verkauf bestimmt waren, wird derzeit oftmals noch entsorgt, statt nachhaltig genutzt. Dies betrifft sowohl Hersteller als auch Stationär- und Onlinehandel. Entsorgt werden so nicht nur defekte, sondern zu einem sehr kleinen Teil auch noch funktionsfähige Waren. Hersteller und Händler würden solche Waren an gemeinnützige Organisationen spenden, wie etwa Mutter-Kind-Einrichtungen, Flüchtlingshilfe, Bildungsträger oder Obdachloseninitiativen. Sei aber bei Spenden der Aufwand für Buchhaltung, Lagerung und Transport bereits beachtlich, komme der steuerliche Aufwand als massive Hürde hinzu. Aktuell entscheiden sich zwei von drei Unternehmen, die sich für Sachspenden interessieren, wegen der damit verbundenen Unsicherheiten und Kosten gegen eine Spende, heißt es.

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