Dekontaminierte Rezyklate für Verpackungen

Die EU hat im Mai 2019 ein intersektorales und multidisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen genehmigt.

Es ist ein erklärtes Ziel in der EU, mehr Plastik zu recyceln und die dabei entstehenden Rezyklate unter anderem wieder in der Verpackungsindustrie einzusetzen. Insbesondere bei Verpackungen von Lebensmitteln werden jedoch hohe Anforderungen an die Reinheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit von Rezyklaten gestellt. Damit Rezyklate aus post-consumer Kunststoffverpackungsabfall erneut in qualitativ hochwertigen Verbraucherprodukten eingesetzt werden können, muss deswegen im Recyclingprozess geprüft werden können, ob sie noch Störsubstanzen enthalten.

Perspektivisch ist es daher laut des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV von hohem Interesse, eine geeignete Online-Sensorik zur Erfassung von Kontaminanten zu entwickeln. Die chemische Diagnostik, heißt es weiter, sei allerdings im Recycling noch unterrepräsentiert.

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Um unter anderem in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen, wird Anfang 2020 das intersektorale und multidisziplinäre EU-Forschungsprojektes „Circular Plastics Network for Training“ (C-PlaNeT) starten. In dessen Rahmen soll das komplexe Thema Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen ganzheitlich betrachtet werden, wobei auch im Bereich Identifikation und Beseitigung von Störsubstanzen in Rezyklaten Fortschritte angestrebt werden.

An dem Projekt, das im Mai 2019 genehmigt wurde, werden sich 15 Doktoranden von acht europäischen Universitäten aus den Bereichen Chemie, Verfahrenstechnik, Soziologie und Ökonomie gemeinsam mit 23 außeruniversitären Partnern wie beispielsweise Plastics Europe, Ellen MacArthur Foundation oder Dow DuPont Inc. beteiligen. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Aroma-und Geruchsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist auch das Fraunhofer Institut IVV mit von der Partie.

 

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