Vorstoß in Sachen Mehrwegflaschen – Aldi Süd startet Testphase

Aldi Süd testet in den Regionalgesellschaften Bingen und Eschweiler den Verkauf von Mineralwasser und Bier in Mehrwegflaschen. Angeboten werden jeweils die regionalen Lieblingssorten.

„Von wegen Discounter können kein Mehrweg“, twitterte Thomas Fischer, Leiter Abfallpolitik und Kreislaufwirtschaft bei Deutsche Umwelthilfe e. V. am 12. Februar. „Aldi testet aktuell Bier in Mehrwegflaschen.“ Neben den regionalen Lieblingsbiersorten Bitburger (0,33 Liter) und Früh Kölsch (0,5 Liter) wird seit Anfang Februar in zehn Filialen im Raum Eschweiler auch Gerolsteiner Naturel Mineralwasser in der 1-Liter-Mehrwegflasche angeboten. In seinen 40 Filialen bietet die Regionalgesellschaft Bingen neben seinen beliebtesten Biermarken Bitburger (0,33 Liter) und Krombacher (0,5 Liter) auch Mineralwasser von Hochwaldsprudel in 0,75-Liter-Mehrwegflaschen an.

Dosenbier und Bier in Plastikflaschen sowie Wasser in Einweg-PET, die laut Aldi Süd im Falle der 1-Literflasche bereits zu 80 Prozent aus recyceltem PET bestehen, sind in den Testfilialen auch weiterhin erhältlich. So können die Kunden entscheiden, ob sie Mehrweg- oder Einwegflaschen kaufen möchten.

Gesetzesentwurf als Antrieb

Ein Artikel in der Lebensmittel Zeitung vom 14. Februar nennt als möglichen Grund des Vorstoßes einen neuen Gesetzesentwurf des Umweltministeriums, der innerhalb der nächsten Jahre eine Steigerung der Mehrwegquote auf 70 Prozent vorsieht. Da bei Nicht-Erreichen möglicherweise Sanktionen drohen, müssen sich die Discounter schon jetzt Gedanken darüber machen, wie sie Mehrwegflaschen in ihr Sortiment integrieren. Die Logistik wird allerdings in der Testphase nicht umgestellt. Die Mehrwegflaschen können im Kassenbereich und am Lager der Märkte zurückgegeben werden. Der Pfandbetrag wird an der Kasse ausgezahlt. „Wir möchten zunächst abwarten, wie unsere Kunden das Mehrweg-Angebot annehmen, bevor wir weitere Schritte unternehmen, wie beispielsweise eine Umstellung unserer Prozesse und Pfandautomaten“, begründet Nastaran Amirhaji, Pressesprecherin bei Aldi Süd.

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