Wasserflaschen aus 100 Prozent Rezyklat

Der Lebensmitteldiscounter Lidl will verstärkt Rezyklate bei seinen Verpackungen einsetzen. Beim Mineralwasser der Eigenmarke “Saskia” schafft der Händler nach eigenen Angaben jetzt einen Anteil von 100 Prozent. 

Lidl hat sich zum Ziel gesetzt, die Recyclingfähigkeit der gesamten Kunststoffverpackungen für Lidl-Eigenmarken bis 2025 auf 100 Prozent zu steigern. Darüber hinaus sollen immer mehr Wertstoffkreisläufe geschlossen und verstärkt Rezyklate, sprich recycelter Kunststoff, eingesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist die PET-Flasche des stillen Mineralwassers der Eigenmarke „Saskia” in der 1,5-Liter-Flasche: Die Kreislaufflasche besteht ausschließlich aus recyceltem PET, neuer Kunststoff wird für die Herstellung nicht benötigt. Die Information „Flasche aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff“ ist ab Mitte Mai auf dem Etikett der Flasche für Kunden transparent ausgewiesen.

Die übrigen Flaschen der Getränke-Eigenmarken „Saskia” und „Freeway” bestehen durchschnittlich aus mindestens 50 Prozent Recyclingmaterial, erklärt das Unternehmen, das zur Schwarz-Gruppe gehört. Neben dem Einsatz von recyceltem PET spart Lidl auch durch die Anpassung der Flaschenform neuen Kunststoff ein. Durch das geringere Flaschengewicht und den Einsatz von recyceltem PET konnte Lidl Deutschland in den vergangenen Jahren insgesamt rund 260.000 Tonnen neues PET bei „Saskia“- und „Freeway“-Flaschen einsparen. Dies entspreche dem Zuladungsgewicht von ungefähr 10.400 Lkw (40-Tonner).

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„Wir wollen die Recyclingfähigkeit und den Rezyklateinsatz weiter erhöhen und insgesamt den Einsatz von neuem Kunststoff sukzessive reduzieren. Hierfür treiben wir Prozesse der Kreislaufwirtschaft gemeinsam innerhalb der Unternehmensgruppe Schwarz flächendeckend und deutschlandweit voran. Die bepfandete grüne 1,5-Liter-Rezyklat-Flasche mit stillem Wasser unserer Eigenmarke ‚Saskia‘ zeigt, wie effizient unser Wertstoffkreislauf über die Jahre geworden ist. Auch bei den anderen PET-Flaschen in unserem Sortiment arbeiten wir kontinuierlich daran, den Einsatz von Recycling-Material zu steigern“, erklärt Wolf Tiedemann, Geschäftsleiter Zentrale Dienste bei Lidl Deutschland.

Einweg mit Pfand – ein Kreislaufsystem

Mit einem Wertstoffkreislauf kann bei der Produktion von PET-Flaschen zunehmend auf neuen Kunststoff verzichtet werden: Die an einem der über 6.100 Lidl-Pfandautomaten zurückgegebenen Flaschen werden nach Farben sortiert und komprimiert in das nächstgelegene Lidl-Logistikzentrum gebracht, wo eine Presse sie zu Ballen verdichtet. Im Anschluss werden die Ballen in ein Recyclingwerk der Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG (MEG – ein Unternehmen der Schwarz Produktion) geliefert. Dort werden diese gemahlen, gewaschen, getrocknet, gereinigt und geschmolzen, bis ein Regranulat entsteht, das – bei Bedarf mit neuem Granulat gemischt – zu Flaschen-Rohlingen geformt wird. Im Abfüllwerk werden die Rohlinge aufgeblasen, mit neuem Inhalt befüllt und an die Lidl-Logistikzentren geliefert, die die Lidl-Filialen mit neuen Getränken versorgen. Lidl analysiert bereits seit Jahren in enger Abstimmung mit Lieferanten intensiv, wo ganz auf Plastik verzichtet oder die Menge deutlich reduziert und wo auf alternative oder recycelte Verpackungsmöglichkeiten zurückgriffen werden kann. Ziel ist es, insgesamt die Recyclingfähigkeit und den Rezyklateinsatz zu erhöhen. Der Wertstoffkreislauf ist Teil der von der Schwarz-Gruppe initiierten Plastikstrategie REset Plastic.

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