Vernetzte Zukunft der Lebensmittelindustrie

Der Schweizer Hersteller von Getränkekartons Tetra Pak will eine vernetzte Verpackungsplattform starten. Sie soll Milch- und Getränkekartons in interaktive Informationskanäle, Datenträger und digitale Werkzeuge verwandeln.
Mit Code-Erzeugung, Digitaldruck und Datenmanagement soll die vernetzte Verpackungsplattform Lebensmittelherstellern, Einzelhändlern und Konsumenten neue Vorteile bringen. Für Hersteller biete die neue Verpackungsplattform die Möglichkeit einer lückenlosen Nachverfolgung, mit deren Hilfe Produktion, Qualitätskontrolle und Transparenz in der Lieferkette verbessert werden können. Über die neue Plattform kann der Transportweg oder der Standort eines beliebigen Produkts verfolgt werden, um die Marktleistung oder potenzielle Probleme zu überwachen.
Für Einzelhändler bietet die Plattform mehr Überblick und Echtzeit-Einblicke in die Lieferkette. So können Lieferanten Warenbewegungen verfolgen, erhalten eine Warnung, wenn Probleme auftreten und können die Lieferleistung überwachen. Für Verbraucher soll die Plattform die Möglichkeit bieten, mehr Informationen abzurufen, beispielsweise den Herstellungsort des Produkts, woher die Zutaten stammen und wo die Verpackung recycelt werden kann.
Ivan Nesterenko, Vice President, Cross Portfolio bei Tetra Pak, erklärt: „Wir schaffen neue Chancen für unsere Kunden, um einen größeren Mehrwert mithilfe von Verpackungen zu generieren als jemals zuvor. Es geht nicht mehr nur um den Schutz des Produkts und die Funktionalität, sondern auch um die Vernetzung. Die Zukunft von Verpackungen ist zweifellos digital: Der Start unserer Plattform ist ein Schritt in Richtung einer wirklich intelligenten Verpackung.“
Tetra Pak hat nach eigenen Angaben die Pilotversuche mit seinen Kunden erfolgreich abgeschlossen und die neue vernetzte Verpackung und ihre Leistung im Einzelhandel mit Getränke-, Saft- und Milchherstellern in Spanien, Costa Rica, China, der Dominikanischen Republik und Indien getestet. In Spanien stiegen die Verkäufe bei einem Kunden durch die Scan-and-Win-Kampagne um 16 Prozent, erklärt das Unternehmen.
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