Amazon forciert Reduzierung von Verpackungsmaterialien

Ab dem 1. Oktober 2019 müssen alle bei Amazon verkauften Artikel, die eine definierte Größe oder ein festgelegtes Gewicht nicht überschreiten, als „frustfreie Verpackung“ zertifiziert werden.

Lange Zeit stand Amazon in der Kritik, Produkte in teils viel zu großen Transportverpackungen an seine Kunden zu senden. Als Reaktion darauf startete das Unternehmen bereits vor zehn Jahren das Programm „frustfreie Verpackung“. Das sollte Abfall reduzieren, Kosten sparen und den Kunden eine einfach zu öffnende und zu 100 Prozent recycelbare Verpackung bieten. Bestandteil des Programms sind unter anderem verschiedene, nachhaltige Verpackungsvariationen wie beispielsweise das Versenden von kleinen Artikeln in Versandtaschen statt in Kartons, die Optimierung verfügbarer Kartongrößen sowie die Einführung recycelbarer Versandtaschen. Flankierend habe man, so heißt es, mit den weltweit tätigen Verkaufspartnern an der Entwicklung bereits versandfertiger Produktverpackungen gearbeitet.

„Amazon setzt sich für die Minimierung von Verpackungen und die Vermeidung von Verpackungsmüll in der gesamten Lieferkette ein. Unsere bisherigen Innovationen im Bereich der Verpackungen haben über 500 Millionen Kartons und mehr als 244.000 Tonnen Verpackungsmaterial vermieden“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Allein im Jahr 2017 habe man den Verpackungsmüll um rund 16 Prozent reduzieren können.

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„Diese Ergebnisse ermutigen uns dazu“, heißt es weiter, „nun alle Lieferanten, die größere Artikel verkaufen, zu bitten, ihre Verpackung zu optimieren und zu zertifizieren, damit Artikel in ihrer Originalverpackung versandt werden können, ohne dass eine Amazon-Überverpackung erforderlich ist.“ Zudem soll die Originalverpackung leicht zu öffnen und recycelbar sein.

Konkret bedeutet das, dass in Europa ab dem 1. Oktober 2019 (in den USA bereits seit dem 1. August 2019) alle Artikel, die größer als 45,5 mal 34,0 mal 26,5 Zentimeter sind oder mehr als 12,3 Kilogramm wiegen und bei Amazon verkauft werden, als versandfertig konzipiert und bei Amazon zertifiziert sein müssen. Lieferanten und Vertriebspartner, die diesen Standard ab diesem Zeitpunkt noch nicht erfüllen, werden von Amazon pro Versandeinheit mit 1,70 Euro belastet.

 

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