Coca-Cola in Flaschen aus 100 Prozent rPET

Nachdem Coca-Cola in Deutschland die PET-Einwegflaschen seiner Marken ViO, Fuze Tea und Powerade bereits im Frühjahr auf recyceltes Material umgestellt hat, folgen nun die Kernmarken Coca-Cola, Coca-Cola Zero, Coke light, Fanta, Sprite und mezzo mix.

Die „On the Go“-Flaschen für die Marken Coca-Cola, Coca-Cola Zero, Coke light, Fanta, Sprite und mezzo mix werden bis einschließlich der 0,5-Liter-Flasche in Deutschland ab sofort aus 100 Prozent recyceltem PET (rPET) verkauft. Mit dieser Maßnahme übertrifft Coca-Cola in Deutschland das selbst gesetzte Ziel, bis 2023 mindestens 50 Prozent Recyclingmaterial für die Herstellung der nicht wiederbefüllbaren PET-Flaschen zu nutzen. Schon 2021 werden durch die Umstellung rund 28.000 Tonnen Neumaterial eingespart, wie das Unternehmen erklärt.

Um bei der Herstellung von PET-Einwegflaschen die Verwendung von Neumaterial zu reduzieren und aus alten Flaschen wieder neue zu machen, sei ein funktionierendes Rücknahmesystem die Voraussetzung, wie Coca-Cola unterstreicht. Das Bewusstsein dafür möchte das Unternehmen mit einer speziellen Aufklärungskampagne für Konsumenten schärfen, die Mitte September startet.

Bewusstsein für Nachhaltigkeit von rPET schaffen

Laut einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag von Coca-Cola  sind 90 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass sie den Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen kennen. Einweg bedeutet aber nicht „ein Weg“, wie Coca-Cola betont. Die leeren Flaschen, die im Pfandautomaten landen, können mithilfe eines geschlossenen Wertstoffkreislaufs wieder zu neuen Getränkeflaschen werden. In einem umfangreichen Recyclingprozess werden sie wieder zum Rohstoff „rPET“ aufbereitet, der für die Produktion von neuen Lebensmittelverpackungen benutzt werden kann. Wenn es um PET-Verpackungen geht, sei den Konsumenten der Nachhaltigkeitsaspekt von rPET-Flaschen noch nicht bewusst: Bislang greifen lediglich 17 Prozent der Befragten beim Kauf von Erfrischungsgetränken bewusst auf Verpackungen aus recyceltem PET zurück.

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Langfristiges Ziel von Coca-Cola ist, für Getränkeverpackungen kein PET-Neumaterial mehr zu nutzen. Der Weg dahin sei allerdings eine Herausforderung. „rPET ist ein gefragter, begrenzt verfügbarer Rohstoff, der auch von anderen Branchen in der Wirtschaft bezogen wird“, erklärt Dr. Stefan Kunerth, Technical Operations Director in Westeuropa. „Zurzeit werden nur etwa aus knapp 40 Prozent der Einweg-PET-Flaschen wieder neue Flaschen. Wichtig zu wissen ist: Jede Flasche, die den Pfandkreislauf der Getränkeflaschen verlässt, wird für die Getränkeindustrie unbrauchbar. Denn wir benötigen für die rPET-Produktion sortenreines PET Material von Lebensmittelverpackungen aus dem Pfandsystem.“

Mix aus bepfandeten Einweg- und Mehrweglösungen

Die Förderung geschlossener Wertstoffkreisläufe ist ein wesentlicher Baustein in der Nachhaltigkeitsstrategie von Coca-Cola. Nach wie vor ist Coca-Cola der größte Mehrweganbieter in Deutschland, wie das Unternehmen erklärt. In den Jahren 2018 bis 2020 habe Coca-Cola 150 Millionen Euro in die Mehrwegabfüllung investiert – in neue Mehrweggebinde, den Ausbau eines Mehrwegflaschenpools und neue Mehrwegkisten. Zu den Maßnahmen gehört auch die Einführung der 1-Liter Glasmehrwegflasche und der 0,4-Liter Glasmehrwegflasche für die Produkte Coca-Cola, Coca-Cola Zero Sugar, Coca-Cola Light, Fanta, Sprite und mezzo mix.

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