Lebensmittelindustrie braucht mehr Sicherheit

Engpässe und Mängel bei recyclingfähigem Verpackungsmaterial treffen Handel und Hersteller besonders hat. Dierk Schumacher sieht den Gesetzgeber in der Pflicht.

Das Thema Verpackung muss nach Ansicht von Dierk Schumacher, Geschäftsführer und Gesellschafter der Dr. Schumacher GmbH, aus vier Perspektiven betrachtet werden: Aus Sicht von Konsumenten, Handel, Hersteller und Gesetzgeber.

„Wenn der Verbraucher einen Joghurt kaufen will, ist die Verpackung nicht sein primäres Anliegen.“ Vielmehr geht es ihm um ein gutes Gewissen, dass durch Öko-Materialien das Produkt „sicher“ ist und in den Stoffstrom gelangt. Zudem erwartet er eine klare Orientierung durch Umweltsiegel. Der Handel will dem „Megatrend Nachhaltigkeit“ folgen und Akzente setzen, um dem Verbraucher ein gutes Kauferlebnis zu ermöglichen und seine Erwartungshaltung zu erfüllen. Die Hersteller wiederum müssen sicherstellen, dass die verwendeten Materialien keine negativen Auswirkungen auf das Produkt haben – und dies über seine gesamte Lebensdauer. Dafür sind gleichbleibende Verpackungsqualitäten wichtig.

Doch schnell kann es einen Engpass bei recyclingfähigem Verpackungsmaterial geben oder Produkte werden gar verunreinigt – dann ist der Imageschaden groß. „Dieses Risiko ist für Händler und Hersteller nicht tragbar“, findet Schumacher. Seine Forderungen: Die Industrie braucht mehr Sicherheit durch die Gesetzgeber; im Wettbewerbsrecht muss klargestellt werden, dass nur ganz bestimmte Aussagen zulässig sind. Auch im ethischen Bereich dürfen nur Verpackungen eingesetzt werden, die gemäß Verpackungsgesetz recycelbar sind.

 

 

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