Immer weniger Plastiktragetaschen

Der Verbrauch von Kunststofftragetaschen ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gesunken.

Der Verbrauch von Plastiktüten in Deutschland ist 2018 erneut stark gesunken. Insgesamt wurden 0,6 Milliarden Kunststofftragetaschen weniger in Umlauf gebracht als noch 2017. Der Verbrauch sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Im Vergleich zu 2015 ist der Verbrauch um 64 Prozent zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Handelsverband Deutschland (HDE). Mit Unverständnis reagierte der HDE jüngst auf die Ankündigung der Bundesumweltministerin, Plastiktüten künftig zu verbieten. „Die Einzelhändler haben Wort gehalten und die Vereinbarung mit dem Bundesumweltministerium übererfüllt“, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE.

Seit Inkrafttreten der Selbstverpflichtung im Jahr 2016 werden in Deutschland knapp zwei Drittel Tüten weniger konsumiert. Bei leichten Plastiktüten betrage der Verbrauch sogar nur noch die Hälfte der EU-Zielvorgabe für 2025. „Wenn die Plastiktüten komplett verboten werden, stellt sich die Frage nach umweltfreundlichen Alternativen“, so Genth. Angesichts des geringen Anteils von Tüten am Plastikmüll sei die Ankündigung der Ministerin reine Symbolpolitik. Zahlreiche große Lebensmittelhändler beteiligen sich an der Selbstverpflichtung, keine Plastiktragetaschen mehr zu verkaufen.

Jüngst hat der Warenriese Galeria Karstadt Kaufhof beschlossen, Plastiktüten komplett zu verbannen.

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