L’Oreal puscht Verpackungen aus Papier

Als erstes Unternehmen aus der Kosmetikbranche ist L’Oreal Mitglied der Paper Bottle Community geworden. Die Vereinigung hat ambitionierte Ziele und versteht sich als potenzieller Revolutionär des Flaschenmarkts.

Bereits seit Oktober gehört der Kosmetikhersteller zu den „Pioneer Members“ der Paper Bottle Community. Diese wurde von der PaBoCo, einem Joint Venture des Papierverpackungsmaterialanbieters BillerudKorsnäs gemeinsam mit anderen Verpackungsspezialisten, ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, zukunftsfähige, nachhaltige und recycel- beziehungsweise kompostierbare Flaschen aus Papier zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Die Paboco-Mitglieder möchten als potenzielle Revolutionäre des Flaschenmarkts wahrgenommen werden. Die Community aus wenigen aber dafür hochkarätigen Mitgliedern mit großem Marktvolumen und immenser Reichweite soll hierfür die Basis bilden. Zu ihnen gehören die Carlsberg Brauerei, die im letzten Jahr bereits den Prototyp einer zu 100 Prozent bio-basierten Bierflasche präsentierte, die Absolut Company sowie die Coca-Cola Company. L’Oréal ist das erste Kosmetikunternehmen, das sich der Initiative angeschlossen hat.

Papierflasche ab 2021 auf dem Markt

Nachdem L’Oréal im vergangenen Jahr angekündigt hatte 2020 mit der industriellen Produktion einer Papiertube für Haar- und Hautpflegeprodukte zu beginnen, folgt nun die nächste Innovation: Die Entwicklung der Papierflasche für Kosmetikprodukte wie beispielsweise Körperlotionen sei bereits im Gange, heißt es seitens des Kosmetikherstellers. Eine Markteinführung ist für 2021 geplant, ob dies trotz Corona-Krise realisiert werden kann, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Wie die Papiertube wird die Flasche hauptsächlich aus biobasiertem, papierähnlichem Material gefertigt sein. Ausnahme ist der Pumpverschluss, der nach wie vor aus Plastik bestehen wird.

Mit der Einführung der Papierverpackungen setzt L’Oréal sein Engagement für nachhaltige Verpackungen fort. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2025 alle Kunststoffverpackungen so umzustellen, dass sie wiederbefüllbar, wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sind.

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