Cerealien in der Mogelpackung

Es ist weniger Inhalt in der Verpackung, aber der Preis ist der alte: Solche Lebensmittel-Packungen nennen Verbraucherschützer Mogelpackungen.

Die „Mogelpackung des Monats“ ist für die Verbraucherzentrale Hamburg nicht ein einzelnes Produkt, sondern gleich mehrere. Der Konzern Kellogg’s hat quer durchs Sortiment die Füllmengen verschiedener Cerealien reduziert und setzt so versteckte Preiserhöhungen von bis zu 14 Prozent durch, erklärt die Verbraucherzentrale. Kellogg’s habe den Inhalt von mindestens zehn Cerealien-Marken verringert. Neun Packungen beinhalten statt 375 Gramm jetzt nur noch 330 Gramm. Der Preis für die Cerealien hat sich dabei aber nicht verändert. Auch viele XXL-Packungen sind kleiner geworden, häufig von 700 auf 600 Gramm.

„Um die unverbindliche Preisempfehlung pro Pack fortschreiben zu können, mussten wir aufgrund des allgemeinen Kostendrucks bei einigen Produkten unseres breiten Sortiments die Grammatur pro Packung anpassen“, schrieb Kellogg’s auf Anfrage der Verbraucherzentrale Hamburg und verweigerte eine detaillierte Stellungnahme. Cornflakes sind das einzige Produkt, bei dem nicht so drastisch verringert wurde: Die Verpackung beinhaltet statt 375 Gramm jetzt noch 360 Gramm. Bei gleichem Verkaufspreis entspricht das aber immer noch einer Preiserhöhung von vier Prozent. Die Verbraucherzentrale hat bereits viele versteckte Preiserhöhungen öffentlich gemacht und zur „Mogelpackung des Monats“ gekürt. Mit dem Schmähpreis „Mogelpackung des Jahres 2018“ wurden die „Chipsletten“ ausgezeichnet.
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