Flaschen werden immer leichter

Der Getränkeriese Coca-Cola setzt im Verpackungsbereich noch stärker auf Nachhaltigkeit.

In diesem Jahr will Coca-Cola zahlreiche nachhaltige Innovationen auf den Markt bringen. So kommt zum Beispiel die 0,4-Liter-Leichtglas-Mehrwegflasche in den Handel, kündigte Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit Sales/Marketing bei Coca-Cola European Partners an. Das Wasser der Marke ViO soll auch für den privaten Gebrauch in Glas-Mehrweg-Flaschen angeboten werden

Bachmann machte deutlich, dass die Jugend als wichtige Zielgruppe für Coca-Cola viele kritische Fragen stelle und die Konsumenten entsprechende Erwartungen an Hersteller und Handel haben. Ein großer Konzern wie Coca-Cola stelle sich dieser Verantwortung und verfolge eine Nachhaltigkeitsstrategie, die unter anderem die die Halbierung der CO2-Emissionen vorsieht. Alle Verpackungen sollen wieder zurückgebracht werden können, so ein weiteres Ziel. Allerdings sagte Bachmann auch:  „Es gibt keine nachhaltige Verpackung, denn es gibt kein nachhaltiges Produkt.“ Er spricht daher von der „gefühlten Nachhaltigkeit“.

Fakt sei, dass es keine Getränke ohne Verpackung geben werde. Mehrweg habe sich in Deutschland etabliert, daran wolle man festhalten. Die Rücklaufquote über das Pfandsystem belaufe sich auf 98 Prozent. Allerdings sollen die Flaschen immer leichter werden. Dosen-Multipacks sollen künftig in Karton statt Plastik zusammengehalten werden, Flaschen-Multipacks in weniger Folie eingeschweißt sein, und der Rezyklatanteil soll langfristig auf 100 Prozent erhöht werden. Bis Ende 2022 sollen alle Flaschen von Coca-Cola einen rPET-Anteil von 50 Prozent haben.

Um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen, habe man bereits die Sprite-Flaschen von Grün auf Weiß umgestellt. Zur Kritik von Umweltpreisträger und Werner&Mertz-Inhaber Reinhard Schneider, Ocean Plastic bedeute nicht, dass es sich um Rezyklat-Flaschen handele und sei eher eine Marketingmaßnahme, sagte Bachmann: Wenn Coca-Cola mit der Musterflasche beweise, dass das dreckigste Plastik wiederverwertet werden könne, dann können eines Tages die Plastikabfälle aus dem Meer wieder für Lebensmittel und Getränke wiederverwerten werden.

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