Qantas meldet den ersten „Zero-Waste-Flug“

Verpackungsmüll ist auch in der Luft nicht gern gesehen. Als erste Airline weltweit hat die australische Qantas begonnen, den Plastikmüll an Bord zu reduzieren. Sie meldete den ersten „Zero-Waste-Flug“.

Am Morgen des 8. Mai 2019 startete mit QF739 der erste kommerzielle Flug, bei dem kein Müll für die Mülldeponie anfiel. Zugleich war dies der Startschuss für das Qantas-Projekt: Bis Ende 2020 sollen rund 100 Millionen Einweg-Plastikgegenstände eingespart werden, und bis Ende 2021 will die australische Fluggesellschaft, zu der auch das Tochterunternehmen Jetstar gehört, den Müll um 75 Prozent reduzieren.

Alle Bordprodukte auf dem regelmäßigen Flug QF739 von Sydney nach Adelaide werden von nun an nach Gebrauch kompostiert, wiederverwendet oder recycelt. Andrew David, CEO von Qantas Domestic, erklärte, dieser Flug würde in der Regel 34 Kilogramm Abfall produzieren, was sich auf der Route auf jährlich 150 Tonnen summiere. Insgesamt, so David, „produzieren Qantas und Jetstar bei der Beförderung von über 50 Millionen Passagieren pro Jahr derzeit eine Abfallmenge, die 80 voll beladenen Boeing 747-Jumbo-Jets entspricht“.

Allein auf dem Flug QF739 wurden zwecks Müllvermeidung etwa 1.000 Einweg-Plastikgegenstände durch nachhaltige Alternativen ersetzt oder komplett verbannt wie beispielsweise einzeln verpackte Portionen Milch und Brotaufstrich. Stattdessen kamen zum Beispiel Food-Boxen aus Zuckerrohr sowie vollständig kompostierbare Bestecke und Becher aus Bioplastik zum Einsatz. Um bis Ende 2020 die anvisierten 100 Millionen Einweg-Kunststoffprodukte pro Jahr einzusparen, werden Qantas und Jetstar nach eigenen Angaben 45 Millionen Plastikbecher, 30 Millionen Bestecksets, 21 Millionen Kaffeetassen und 4 Millionen Kopfstützenbezüge durch nachhaltige Alternativen ersetzen.

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