Forschung für weniger Plastik

Mit dem neuen Forschungsprojekt Innoredux sollen Verpackungsinnovationen erforscht werden, die helfen den zunehmenden Verbrauch von Kunststoffverpackungen zu stoppen. Geforscht wird zusammen mit Akteuren aus der Branche im sogenannten Reallabor der Stadt Heidelberg.

Mittel und Wege zu finden, um den Verbrauch von Kunststoffverpackungen beim Einkauf von Lebensmitteln, Kleidung, Kosmetika, Hygiene-, Wasch- und Reinigungsmitteln zu stoppen, dieses Ziel verfolgt das Forschungsprojekt Innoredux. Es wird seit Februar 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre innerhalb des Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ finanziert.

Die innovativen Verpackungslösungen und Geschäftsmodelle für den Online- und den stationären Handel sollen dabei in einem Reallabor-Forschungsansatz in Heidelberg erarbeitet werden. Dort kooperieren das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) mit mehreren Handelsunternehmen, darunter Alnatura, dm und der Heidelberger Einzelhändler „Annas Unverpacktes“ sowie die Versandhändler Memo, Zalando und Avocadostore. Darüber hinaus wird das Projekt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und vom Verband der Unverpackt-Läden begleitet.

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„Innovative Maßnahmen, um den Kunststoffeintrag in die Umwelt zu mindern, sind dringend nötig. Damit sie sich in der Praxis durchsetzen, suchen wir in unserem Projekt vor allem nach Ansätzen, die für die Unternehmen gleichzeitig Wettbewerbsvorteile schaffen“, so IÖW-Projektleiter Dr. Frieder Rubik über die Herangehensweise der Forschergruppe. Der Fokus des Projekts liegt dabei ganz klar auf dem Einzelhandel, der nach Einschätzung der Forscher eine Schlüsselrolle zwischen Produktion und Konsum einnimmt. Gemeinsam mit den Handelspartner sollen für die Warengruppen Lebensmittel, Büroartikel, Textilien, Kosmetika, Hygiene-, Wasch- und Reinigungsmittel ein neuartiger, effizienter Materialeinsatz und die Verwendung von ökologisch verträglichen Materialien erprobt werden.

Untersucht werden vor allem Innovationen des Handels, die darauf abzielen, in den Geschäftsmodellen und dahinterliegenden Wertschöpfungsketten Plastikabfall zu vermeiden oder zu reduzieren. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie das Potenzial solcher Ansätze aus der der Nische in die Breite getragen werden kann. Das Vorhaben analysiert verschiedene Strategien: Plastikverringerung durch effizienteren Materialeinsatz, Ersatz von Plastik durch alternative ökologisch verträglichere Materialien sowie Beeinflussung des Entscheidungsverhaltens der Konsument beim Einkauf. Basierend auf den Erfahrungen im Reallabor der Stadt Heidelberg, die bei der Umsetzung mitarbeitet, entwickelt das Projekt zudem eine Strategie, wie Kommunen und Unternehmen dazu beitragen können, Plastikmüll zu reduzieren. Ziel ist es, die praktische Umsetzung von alternativen Verpackungslösungen zu erleichtern.

 

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