„Hände weg vom Produkt”

Die Robotik-Pack-Line am Gemeinschaftsstand in Halle 3 zeigt, wie die Zusammenarbeit von großen Konzernen sowie kleinen und mittleren Spezialunternehmen zu neuen Projekten führen kann. Zugleich wird die Synthese von Robotik und Automation in Produktionsprozessen demonstriert.

Inspiration durch Kooperation funktioniert auch im Verpackungsmaschinenbau. Die ist auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 3 der FachPack zu sehen. Zehn Unternehmen im Teamverbund Robotik-Pack-Line zeigen dort ein voll automatisiertes Verfahren zur Verpackung von Lebensmitteln. In diesem Jahr werden tiefgezogene Kunststoffschalen mit in Schlauchbeuteln vorverpackten Lebkuchen befüllt, verschlossen, geprüft, etikettiert, endverpackt und palettiert. Roboter legen die Produkte in die Schalen ein, eine Schalenverschließmaschine von Sealpac verschließt die Schalen. Danach werden die einzelnen Schalen etikettiert und auf Dichtheit geprüft. Weitere Handling-Roboter verpacken die Einzelverpackungen in Kartonagen und stapeln die Kartonagen auf Paletten. Auf Grund ihres modularen Aufbaus kann die Robotik-Pack-Line individuell konzipiert werden.

Generalunternehmer für die Zusammenstellung der Robotik-Pack-Line ist die mworks GmbH. „Wir puzzeln die einzelnen Maschinenteile der Linie zu einem funktionierenden Ganzen zusammen. Damit nehmen wir den Anwendern die aufwendige Koordinierung der Schnittstellen ab“, sagt mworks-Geschäftsführer Lars Kobalka. Hauptgründe für den Einsatz von Robotern sind die Reduzierung von Personalkosten sowie Hygieneaspekte. „Hände weg vom Produkt“, fasst Robotik-Pack-Line-Geschäftsführer Rolf Peters den USP zusammen: hohe Produktsicherheit für die Endverbraucher und eine Kostenreduzierung durch Energieeffizienz für die Hersteller der Nahrungsmittel-Industrie.

Anlagen wie die Robotik-Pack-Line eignen sich bestens für die Verpackung von Fleisch, Wurstwaren, Fisch und Käse, aber auch für Trockenprodukte wie Lebkuchen. An der Messe laufen ausschließlich Tiefziehschalen über die Linie. Einzelne Maschinenteile wie beispielsweise die Dichtheitsprüfungsstation könnte darüber hinaus auch Schlauchbeutel, Kaffeekapseln und Metalldosen in einer Folienkammer detektieren. Akon Robotocs zeigte am Ende der Linie als Weltneuheit einen Roboter, der Kleinladungsträgerkisten aus Kunststoff auf einer Vollpalette mit direkt bedruckten Etikettenschildern bestücken kann.

Konkrete Projekte der Robotik-Pack-Line werden über das Konsortium abgewickelt. „Wir haben bereits etliche Maschinen ausgeliefert, deren Idee auf Messen entstanden ist. Teilweise werden Kundenanfragen bereits an der Messe ausgearbeitet. Derzeit haben wir eine konkrete Anfrage eines Lebensmittelherstellers aus dem Bereich vegane Ersatzprodukte am Laufen“, sagte Rolf Peters.

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