Musterbeispiel gelungener Kreislaufwirtschaft

Zum Internationalen Tag des Waldes macht Pro Carton auf die ökologischen Vorzüge von Papier und Karton in der Verpackungsindustrie aufmerksam. Der CO2-Fußabdruck liegt laut Verband mit 326 Kilogramm pro Tonne verarbeiteter Faltschachteln deutlich unter dem anderer Verpackungsmaterialien.

Aus Umweltsicht haben Papier und Kartonagen gleich mehrere Vorteile: Sie werden aus einer nachwachsenden Ressource hergestellt, sind kompostierbar und recycelbar. Das Rohmaterial (die Holzfasern) stammt aus Bäumen, die in der Wachstumsphase CO2 aufnehmen und speichern. Durch die Wiederverwertung von Karton kann die Dauer der Kohlenstoff-Speicherung verlängert werden.

Die Europäische Vereinigung der Karton- und Faltschachtelindustrie Pro Carton nimmt den „Tag des Waldes“, der im Jahr 1971 von den Vereinten Nationen für den 21. März ausgerufen wurde, auch zum Anlass, eine positive Bilanz des Papierrecyclings zu ziehen. Laut Verband sind Faltschachteln aus Karton ein „Musterbeispiel gelungener Kreislaufwirtschaft“ und die europäischen Länder mit ihren gut funktionierenden Recyclingsystemen dabei weltweit führend.

Recyclingquote liegt bei 85 Prozent

Europaweit sind Papier und Karton mit 85 Prozent (2016) die Verpackungsmaterialien mit der höchsten Recyclingquote. 72 Prozent des Rohmaterials der europäischen Papierindustrie besteht aus Recyclingpapier. Zum Vergleich: 1998 waren es erst 50 Prozent. Etwa 49 Prozent der Faltschachteln in der EU werden aus Frischfasern, 51 Prozent aus wiedergewonnenen Fasern hergestellt.

Das in der Industrie eingesetzte Holz stammt größtenteils (82 Prozent) aus europäischen, vor allem schwedischen und finnischen Wäldern, der Rest aus russischen Wäldern. Für die europäische Papier- und Kartonherstellung werden keine tropischen Regenwälder bewirtschaftet oder zerstört.

Dabei schrumpft die Waldfläche in Europa laut Pro Carton nicht, sondern wächst – in der Größenordnung von mehr als 1.500 Fußballfeldern täglich. Die nachhaltige Bewirtschaftung wird durch Zertifizierungssysteme, etwa das des Forest Stewardship Councils (FSC) und das PEFC-Siegel sichergestellt. PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, also ein „Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen“.

CO2-Speicherung europäischer Wälder steigt

Laut dem Treibhausgasinventar (THG) ist die Netto-CO2-Speicherung der europäischen Wälder zwischen 1990 und 2014 um mehr als 19 Prozent gestiegen. Wie Pro Carton betont, gehen auch die Emissionen aus der Produktion von Verpackungskartons und Faltschachteln zurück. So stammten zum Beispiel 56 Prozent der eingesetzten Primärenergie aus Biomasse.

Mit 326 Kilogramm CO2 pro Tonne verarbeiteter Faltschachteln weise Karton auch deshalb niedrige CO2-Werte innerhalb der Wertschöpfungskette auf. Der errechnete Wert decke die CO2-Bilanz des gesamten Lebenszyklus der Faltschachtel ab, beginnend im Wald („cradle“) und endend bei der Auslieferung des Faltschachtelherstellers („gate“), so der Verband. Dabei würden die Emissionen und der Abbau fossiler und biogener Treibhausgase (THG) sowie die Emissionen aus direkten Landnutzungsänderungen (dLUC) berücksichtigt. Der Kohlenstoffgehalt des Produkts beim erstmaligen Inverkehrbringen wurde ebenfalls in die Berechnung einbezogen.

Die Quantifizierung des CO2-Fußabdrucks von Pro Carton kann als Teil der Lieferkette Markenherstellern und Händlern dabei helfen, eigene Berechnungen über den gesamten Umwelteinfluss ihrer verpackten Produkte anzustellen.

 

 

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