Heterogener Markt für Hilfsmittel

Wegen der Vielfältigkeit der Produkte ist der Bereich Packhilfsmittel nur schwer zu fassen. Tendenziell profitiert er vom Wachstum im Online-Versandhandel.

Zum weitläufigen Feld der Packhilfsmittel gehören unter anderem Verbindungs- und Verstärkungselemente, Verschließhilfsmittel, Schutzhilfs- und Polstermittel für Lager- und Transport, Öffnungsmittel und Handhabungsmittel. Was diese gemeinsam haben? Viele Bereiche profitieren vom Boom des Online-Versandhandels. Einer Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) nach wuchs der E-Commerce mit Waren von 2014 bis 2017 um 39 Prozent auf 59,5 Milliarden Euro. Es ist unter anderem die zunehmende Nachfrage von Frischeprodukten und temperatursensibler Ware durch Konsumenten, die den Bedarf an Polstermitteln wie Luftkissenpolster, Holzwolle und Verpackungschips sowie Klebematerialien steigert.

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Jährlich werden laut Schätzungen von Plastics Europe weltweit etwa 128 Millionen Tonnen Kunststoffe für den Bereich Verpackung produziert. Unter den Packhilfsmitteln, die für unterschiedliche Produkte eingesetzt werden können, haben Verpackungschips aus EPS (Expandierbares Polystyrol) großen Anteil. Gemessen am Kunststoffvolumen insgesamt ist die Menge an biologisch abbaubaren, kompostierbaren Kunststoffen fast verschwindend gering: Laut European Bioplastics betrug das globale Produktionsvolumen, das für Verpackungen eingesetzt wurde, 2017 etwa 880.000 Tonnen, für 2022 wird ein Volumen von 1,09 Millionen Tonnen prognostiziert. 2017 wurden etwa 400.000 Tonnen abbaubare Kunststoffe als flexibles Verpackungs- und Füllmaterial eingesetzt.

Im Bereich Holzwolle ist Deutschland nach Erhebungen von tradeaccelerator.co.uk der größte Markt der Welt. Demnach exportierte Deutschland 2016 Holzwolle im Wert von 28,2 Millionen US-Dollar, gefolgt von den USA mit 8,8 Millionen US-Dollar und den Niederlanden mit 3,8 Millionen US-Dollar.

Verschlüsse haben laut einer im März 2017 veröffentlichten Studie des Umweltbundesamts einen Anteil von 6 Prozent am Gesamtverbrauch von Kunststoffverpackungen. Insgesamt bestehe ein Trend zu aufwendigeren Kunststoffverschlüssen, der sich einerseits durch die Substitution von Weißblech- und Aluminiumverschlüssen (durch die Zunahme starrer Verpackungsbehälter aus Kunststoff, insbesondere PET-Einwegflasche) erklärt, andererseits durch die wachsende Bedeutung von Funktionsverschlüssen (z.B. für Kopfstandtuben und -flaschen).

Wie weit das Spektrum der Packhilfsmittel reicht, verdeutlicht eine Neuentwicklung, die 2017 mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet wurde. Die Weiterentwicklung im Bereich Smart Packaging der Karl Knauer KG und der Inuru GmbH wurde als „zukunftsweisend für gedruckte Elektronik und die Markeninszenierung am POS oder POA“ gewürdigt: Sie ermöglicht eine leuchtende Verpackung mit gedruckten, flexiblen organischen Leuchtdioden (OLEDs), die vollständig mit allen elektronischen Komponenten inklusive der Batterien gedruckt werden.

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