Packstoffe und Packmittel gefragt

Die Verpackungsmenge steigt. Trotz Zuwachsraten bei Kunststoffen liegt Papier, Karton und Pappe mengenmäßig nach wie vor unangefochten an der Spitze. 

Die Gesamtleistung der Verpackungswirtschaft in Deutschland macht laut Deutsches Verpackungsinstitut (DVI) etwa 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. In Deutschland arbeiten rund 5.000 Unternehmen mit über 500.000 Beschäftigten an der und für die Verpackung. Im Jahr 2016 haben deutsche Hersteller insgesamt knapp 19 Millionen Tonnen Packmittel produziert und damit, so eine Erhebung des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV), einen Umsatz von 32 Milliarden Euro erzielt. Der Markt der Packstoffe und Packmittel lässt sich im Wesentlichen unterteilen in die Untergruppen

  • Papier, Karton, Pappe,
  • Kunststoffe,
  • Glas,
  • Metall.

Den größten Anteil haben Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe, auf die rund 46 Prozent aller in Deutschland hergestellten Verpackungen entfallen. Das entspricht rund 8,75 Millionen Tonnen. Die zweitgrößte Packmittelfraktion stellen die Kunststoffverpackungen, Verpackungsfolien, Tragetaschen und Kunststoffflaschen, mit einem Anteil von rund 4,3 Millionen Tonnen und 22,6 Prozent. Den Rest decken Glas (4,2 Millionen Tonnen und 22,1 Prozent), Stahl (1,3 Millionen Tonnen und 6,8 Prozent) und Aluminium (0,4 Millionen Tonnen und 2,1 Prozent).

Nach Einschätzung des GADV setzt der Handel bei Verpackungen und Ladungsträgern immer häufiger auf Kunststoff und Mehrwegsysteme. Die Wellpappe-Hersteller reagierten darauf mit individuell variablen Zuschnitten und Kombi-Lösungen aus Pappen und Folien.

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Viele Verpackungen, die heute in Deutschland auf den Markt kommen, sind noch immer nicht recyclingfähig: Dies gilt für mehr als ein Drittel aller Verpackungen. Auf der anderen Seite sind Konsumenten  nicht mehr geneigt, Bioprodukte in konventionellen, schwerabbaubaren Verbundverpackungen zu kaufen. Mit dem neuen Verpackungsgesetz ist der Markt nun gefordert, neue Lösungen zu finden. Denn mit dem neuen Gesetz gilt es Verpackungen zu fördern, die besonders gut recyclingfähig beziehungsweise aus Rezyklaten oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind.

Auf dem EU-Markt für biologisch abbaubare Polymerprodukte stellen Verpackungen mit einer Jahresproduktion von 20.000 Tonnen das zweitgrößte Segment nach Taschen (67.000 Tonnen) dar. Diese sind aufgrund der Sauerstoff- und CO2-Durchlässigkeit des Bio-Kunststoffes unter anderem gut für die Verpackung von Tomaten geeignet. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Markt weiter wächst.

Faltschachtelkartons haben am gesamten Volumen des in Europa produzierten Papiers einen Anteil von 10 Prozent. Deutschland ist der größte Hersteller- und gleichzeitig Absatzmarkt, größer als die beiden in der Herstellerrangfolge auf Platz 2 und 3 stehenden skandinavischen Länder Finnland und Schweden zusammen. Der Schwerpunkt des Rohmaterials liegt in Deutschland „eindeutig auf wiedergewonnenen Fasern. Dies drückt sich in den beeindruckenden Zahlen der Altpapiereinsatzquote in Deutschland von 74 Prozent für Papier, Karton und Pappe insgesamt beziehungsweise 89 Prozent für Faltschachtelkarton aus. Nur Wellpappenrohpapiere liegen darüber.

 

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