„Verpackung ist ein hochkomplexes Thema“

Katharina Staudacher, Gründerin des Start-up-Unternehmens Foodloose in Hamburg, spricht im Kurzinterview über die Herausforderung, ein Bio-Produkt möglichst ökologisch zu verpacken.

Widerspricht der Snacking-Boom nicht dem Nachhaltigkeitsgedanken?

Der Snacking-Boom widerspricht ganz klar dem Nachhaltigkeitsgedanken. Kleine Bite-Sizes innerhalb einer Plastiktüte noch einmal extra einzeln zu verpacken, ist unverantwortlich.

Dagegen steht der Wunsch von Handel und Verbrauchern nach immer neuen Snackvarianten in kleinen Darreichungsgrößen. Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma?

Hier sind die Hersteller gefordert, innovative Verpackungslösungen zu entwickeln, die umweltverträglich sind, aber gleichzeitig auch den hohen Ansprüchen des Handels an die Haltbarkeit genügen und eine standardisierte Qualität im Produktionsprozess gewährleisten. Unserer Meinung nach muss auch die Politik einen Beitrag leisten und Innovationen im Bereich der Materialentwicklung und der Recyclingtechnologie fördern.

Foodloose wirbt mit 100 Prozent Bio. Was tun Sie, um den Verpackungsmüll zu reduzieren?

Wir haben uns den Grundsatz „Reduce“ bei der Entwicklung unserer neuen Fruchtherzen zu Herzen genommen und die Foliendicke um 20 Prozent reduziert im Vergleich zu der Folie der Nussriegel. Die zweitwichtigste Maßnahme ist die ordnungsgemäße Entsorgung. Unsere Verpackungsfolien bestehen aus OPP beziehungsweise BOPP. Es handelt sich dabei um einen Standard-Kunststoff, der im Lebensmittelbereich sehr häufig verwendet wird. PP ist grundsätzlich gut fürs Recycling geeignet. Wie alle anderen Verpackungskunststoffe sollten diese über das Duale System und nicht im Restmüll entsorgt werden.

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