Sportbekleidung aus recycelten Plastikabfällen

Student, Sportler, Start-up-Unternehmer: Johannes Skowron aus Braunschweig verkauft mit seiner Partnerin nachhaltig hergestellte Sportbekleidung.

In der Mode ist Nachhaltigkeit modern. Nachhaltige Sportmode gibt es bisher aber zu wenig, sagen Johannes Skowron und Alina Hische. Sie haben im Jahr 2016 als Studenten das Unternehmen Re-Athlete gegründet und sich zum Ziel gesetzt, mehr nachhaltige Sportbekleidung in Deutschland zu produzieren und zu vertreiben. Skowron hat Sportmanagement – und jetzt BWL – studiert und wollte „schon immer“ ein Unternehmen gründen. Seine Freundin, die Psychologiestudentin Alina Hische, befasst sich hobbymäßig gern mit Textilien, näht und schneidert. Die Idee lag für sie nahe, eigene Sportartikel herzustellen – aber es sollten solche sein, die die Umwelt schonen und Menschen in der Region helfen.

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Aus der Idee wurde zunächst ein Crowdfunding-Projekt, dann ein Start-up-Unternehmen. Mittlerweile ist Skowron Geschäftsführer eines Unternehmens, das im Online-Handel Sportartikel aus recycelten Materialien vertreibt und in Braunschweig den ersten stationären Laden hat. Noch sei Re-Athlete in der Start-up-Phase, und die Marge auf fair produzierte Sportmode sei noch gering. Dennoch sind die Gründer von Re-Athlete zuversichtlich, dass ihr Konzept zunehmend Vereine und Einzelsportler anspricht. Und so wird Re-Athlete-Sportmode laut Skowron hergestellt:

1. Nylon-Wertstoffe aus den Weltmeeren und der Industrie, zum Beispiel alte Fischernetze, Faserstoffe, Produktionsabfälle, industrielle Kunststoffreste oder Garnausschuss werden durch „Healthy Seas“ gesammelt.

2. Das Rohmaterial wird gereinigt und in den Recyclingprozess zum Recycler Aquafil S.p.A. gebracht. Dieser findet in Slowenien und Italien statt. Das recycelte Garn heißt Econyl.

3. Die gereinigten Fasern sind qualitativ gleichzusetzen mit neuem Nylongarn.

4. Aus dieser Faser werden Stoffe für die Textilindustrie geliefert. Re-Athlete-Sportartikel enthalten 78 Prozent recycelte Polyamide und 22 Prozent Elasthan. Die Meterware des Recyclingmaterials wird von der Aquafil Group in Italien nach Deutschland geliefert und nach Mustern und Design zugeschnitten.

Dabei steht neben der Nachhaltigkeit der verwendeten Rohstoffe auch der soziale Aspekt im Vordergrund: Die Produktion der Sportbekleidung wird unter anderem von der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg übernommen. „Die haben dort eigene Näher und Näherinnen“, erklärt Skowron.

 

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