Recycelbarer Papierlöffel

Ferrero hat ein Update zur Verpackungsstrategie veröffentlicht. Darin wird unter anderem die Einführung eines neuen Papierlöffels für „Kinder Joy“ angekündigt. In Aussicht steht eine Kunststoff-Reduktion von über 1.500 Tonnen pro Jahr gegenüber dem bislang genutzten Löffel.

Ferrero hatte schon vor einer Weile angekündigt, bis 2025 alle Verpackungen zu 100 Prozent wiederverwendbar, recyclingfähig oder kompostierbar zu machen. Im Mai 2020 gab es nun ein erstes Update zum Stand. Eine Neuerung: Für „Kinder Joy“ wurde eine nachhaltigere Löffel-Lösung gefunden.

Hergestellt aus hochwertigem Frischpapier, das aus zertifiziert nachhaltiger Lieferkette stamme, sei der Löffel vom hauseigenen F&E-Team entwickelt und in Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten realisiert worden, teilte das Unternehmen mit. Mittels Ultraschall-Technologie werde der neue Löffel in der Plastikfolie versiegelt und komme dabei ohne zusätzliche Substanzen oder Additive aus.

1.500 Tonnen Kunststoff sparen

Der neue „Kinder Joy“-Löffel soll Anfang 2021 in allen EU-Ländern und ab 2022 weltweit eingeführt werden. Er hat Sicherheitsprüfungen sowie Recyclingtests bestanden und kommt laut Marktforschern auch bei Verbrauchern gut an. Sobald die Einführung abgeschlossen ist, werde der neue Papierlöffel den Kohlenstoff-Fußabdruck im Vergleich zum Vorgänger um schätzungsweise 45 Prozent reduzieren und den Kunststoffverbrauch um über 1.500 Tonnen pro Jahr.

Forschung zu chemischem Recycling

Außerdem kündigte Ferrero Unterstützung bei der Erforschung chemischer Recyclinglösungen an und beteiligt sich am Reciplast-Projekt. Chemisches Recycling könne möglicherweise dazu beitragen, komplexe Kunststoffe zu recyceln, bei denen mechanisches Recycling keine Option ist, teilte Ferrero mit.

Es erhöhe gegebenenfalls die Verfügbarkeit von recyceltem Kunststoff, der wieder in Lebensmittelverpackungen verwendet werden kann. Reciplast ist ein von der Europäischen Union und der Region Piemont ko-finanziertes Projekt. Das zielt darauf ab, die Umweltverträglichkeit von Kunststoffkomponenten in der Automobil- und in der Verpackungswirtschaft zu verbessern.

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