Reinhard Schneider erhält Deutschen Umweltpreis

Der geschäftsführende Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH („Frosch“) ist diesjähriger Preisträger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Reinhard Schneider wird einer der Top-Redner auf dem unabhängigen Verpackungskongress packaging 360° sein, der am 28. und 29. November 2019 in Frankfurt stattfindet.

Der Unternehmer Reinhard Schneider (51) aus Mainz, der mit seiner Firma Werner & Mertz in der Wasch- und Reinigungsmittelbranche auf ganzheitliche nachhaltige Produktion setzt, sowie die Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner (60) von der Technischen Universität München werden 2019 je zur Hälfte mit dem mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betonte am 13. September bei der Bekanntgabe der neuen Preisträger, sie seien „Schrittmacher im Umweltschutz, die Zukunftslösungen liefern für die enormen ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Wir brauchen fundamentale ökonomische, politische und technologische Veränderungsprozesse auf allen Ebenen, um zu einer wirklich nachhaltigen Entwicklung zu finden.“ Der Preis wird am 27. Oktober in Mannheim von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Zu Schneider stellte Bonde heraus, er habe mit seiner „unternehmerischen Rundum-Nachhaltigkeitsstrategie und hohem persönlichen Engagement“ den Weg dafür geebnet, dass in einer kompletten Wirtschaftsbranche Umweltinnovationen auf immer höherem Standard hätten etabliert werden können. Der Unternehmer habe konsequent ökologische Produkte in einem Massenmarkt mehrheitsfähig gemacht, lebe Nachhaltigkeit in allen unternehmerischen Entscheidungen und sichere sich so das Vertrauen der Verbraucher. Mit zahlreichen Initiativen zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Entwicklung habe er Neuland betreten. Konsequentes Wiederverwerten von Altplastik aus dem Gelben Sack für neue Verpackungen oder umwelt- und gesundheitsfreundlich bedruckte Etiketten: Der gelebte Nachhaltigkeitsgedanke sei „national wie international sichtbar“, so Bonde.

Pionier der Kreislaufwirtschaft

Schneider kämpfe für eine energieschonende Kunststoff-Wiederverwertung in einem geschlossenen Kreislauf. Als „Pionier der Kreislaufwirtschaft“, der Circular Economy, akzeptiere er nicht, dass nur ein geringer Teil der Kunststoffe aus den Gelben Säcken werkstofflich wiederverwertet werde. Trotz erhöhter Produktionskosten des recycelten Plastiks habe Schneider 2012 eine Rezyklat-Initiative mit Partnern aus Industrie, Handel und Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen, an der sich jeder beteiligen könne. So solle der Anteil an Recyclingprodukten schnell erhöht und im Massenmarkt etabliert werden. Rund 293 Millionen Flaschen rein aus Altplastik seien in der von ihm in Mainz geschaffenen Rezyklat-Flaschen-Fertigung produziert worden.

Der Preisträger wird einer der Top-Redner auf dem unabhängigen Verpackungskongress packaging 360° sein, der am 28. und 29. November 2019 im Hilton in Frankfurt am Main stattfindet. Schneider spricht zum Thema Nachhaltigkeit leben schafft Vertrauen – seit 1986 mit der Marke Frosch. Mehr Informationen und Anmeldung unter https://www.packaging-360.com/events/

 

 

 

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