Innovationen gegen Lebensmittelverschwendung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nominiert 18 Projekte aus ganz Deutschland für den „Zu gut für die Tonne!“-Bundespreis.  Die Gewinner stehen am 3. April fest.

„In jedem Lebensmittel, das produziert wird, stecken wertvolle Ressourcen – etwa 70 Liter Wasser sind beispielsweise geflossen, bis ein Apfel verzehrfertig im Supermarktregal liegt, gar 5000 Liter werden zur Herstellung eines Kilogramms Käse gebraucht“, erklärt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. „Doch immer noch werfen wir pro Kopf und Jahr 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Von dieser hohen Zahl müssen wir wegkommen.“ Um die Verbraucher für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren, rief das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Aktion „Zu gut für die Tonne“ ins Leben. Neben der gleichnamigen App, die mehr als 700 Rezepte und Ideen zur Resteverwertung enthält, gibt es auch Tipps für den Einkauf. Zudem klärt das BMEL über Irrtümer rund um das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung auf, um der Verschwendung entgegenzuwirken. Die Nominierten für den Bundespreis „Zu gut für die Tonne!“ zeigen mit ihren Ideen kreativ, wie man effektiv Ressourcen schützen könne, so Klöckner.

Insgesamt 117 Ideen wurden in diesem Jahr eingereicht. Daraus hat die Jury unter Vorsitz von Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe e.V., 18 Projekte als Finalisten ausgewählt. Der Preis wird in den Kategorien Handel, Gastronomie, Produktion und Landwirtschaft, Gesellschaft und Bildung sowie – erstmals in diesem Jahr – in der Kategorie Digitalisierung verliehen. Zudem werden drei mit 5.000 beziehungsweise 10.000 Euro dotierte Förderpreise vergeben. Die Gewinner werden am 3. April 2019 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung mit Bundesministerin Julia Klöckner bekannt gegeben.

Mit dem Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ zeichnet das BMEL nun zum vierten Mal herausragende Projekte aus, die dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Dabei werde die ganze Bandbreite der Wertschöpfungskette ins Visier genommen: Bewerben konnten sich Unternehmen, Verbände, Vereine, Kommunen, Forschungseinrichtungen ebenso wie Einzelpersonen.

Die Nominierten: 
Handel
Aldi Süd für den "Mindesthaltbarkeitsdatum-Hinweis auf Milchpackungen" (Mülheim an der Ruhr), Edeka Dirnberger für den "Lebensmittel Fair-Teiler" (Wenzenbach), Penny Markt GmbH für "Kostbares retten" und "Naturgut Bio-Helden" (Köln, NRW)
Gastronomie: 
Cassius Garten für "Alles aufessen" (Bonn), Frischküche Stefan Gerhardt für "Nachhaltiges Handeln für Schüler und mit den Schülern" (Sassenburg), Studierendenwerk Ulm für "Happy Hour" (Ulm, Baden-Württemberg)
Produktion und Landwirtschaft, Netzwerk UNSER LAND für "Krummes Gemüse, perfekte Qualität – UNSER LAND Bio Suppen" (Esting), ShoutOutLoud e.V. für "Frankfurter Knärzje – Ein Brotbier gegen die Lebensmittelverschwendung" (Frankfurt), Veggiespecials für "Tofu Mama – Rettet Tofu-Waisenkinder" (Köln)
Gesellschaft und Bildung: 
Ackerdemia für "Ackern schafft Bildung" (Potsdam), Berliner Tafel für "KIMBA", Heimatverein Keppeln für "Fallobst ist kein Abfall" (Keppeln)
Digitalisierung: 
Marktschwärmer (Berlin), Noyanum und verschiedene Studierendenwerke für "Absatzprognosen für die Hochschulgastronomie" (Garching), Too Good to Go (Berlin)
Förderpreis: 
Antegon GmbH für "Food Tracks" (Münster), Bioland Gemüsehof Hörz für "Bodenschätze" (Filderstadt), "nXm film production - Melanie Hauke und Nina Lorenzen“ für „Zero Waste Cooking mit Sophia Hoffmann“ (Berlin)


 

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