Fleisch in Kartonschalen

Bio-Fleischprodukte der Spar Österreich-Gruppe sind nun in Schalen verpackt, die großteils aus Karton bestehen und einfach recycelbar sind. Das Handelsunternehmen investiert 7 Millionen Euro in neue Maschinen aus Tirol, die plastiksparende Verpackungen verarbeiten können.

Produkte der Spar-Marke „Natur pur Bio-Fleisch“ in der Selbstbedienung kommen mit weniger Plastikverpackung aus. Die neuen Kartonschalen sind nur noch mit einer dünnen Plastikfolie ausgekleidet. Diese garantiere die Hygiene, umschließe das Fleisch luftdicht und halte es somit länger frisch. Plastik und Karton lassen sich einfach trennen, gesondert sammeln und recyceln, erklärt die Spar Österreich-Gruppe. Die neuen Verpackungen sparen rund 70 Prozent Plastik im Vergleich zu bisher üblichen Plastikschalen ein. Zum Start stellt das Unternehmen zehn Bio-Produkte auf diese neuen Verpackungen um. Insgesamt sollen dadurch pro Jahr fünf Tonnen Plastikverpackungen reduziert werden.

Der eigene Fleischbetrieb von Spar, Tann, spart seit 2018 tonnenweise Plastik ein. So konnte zum Beispiel bei allen wiederverschließbaren Verpackungen für vorgeschnittene Wurst schrittweise die Foliendicke um rund ein Drittel reduziert werden. Die Technologie für die neuen Verpackungen stammt aus Tirol.  Alle Tann-Produktionsbetriebe, so auch Tann Marchtrenk, wo die Bio-Fleischprodukte zerlegt und verpackt werden, setzen auf die Maschinen und Verpackungen von Multivac aus dem Außerfern. In neue Anlagen des Verpackungsspezialisten in den Produktionsbetrieben in Wörgl, St. Pölten und Monselice (Italien) investiert Spar nach eigenen Angaben 7 Millionen Euro in drei Jahren.

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Für die Auslieferung der Fleisch-Produkte an die Märkte setzt Spar auf Mehrweg-Wannen statt auf Einweg-Kartons. Mehr als 406.000 Wannen sind bei Spar im Umlauf, werden in den Tann-Produktionsbetrieben mit Frischfleisch, Wurst und Schinken befüllt, an die Märkte geliefert und über die bestehende Logistik zurückgenommen. Damit werden jährlich mehrere Hundert Tonnen Karton eingespart. Auch von Schlachthöfen werden Fleischteile seit mehreren Jahren gekühlt in Mehrweg-Wannen anstatt in Plastikfolie verschweißt angeliefert. Allein in der Produktion in Föderlach (Kärnten) spare diese Umstellung 10 Tonnen Plastik jährlich, berichtet Lukas Wiesmüller, Leiter Nachhaltigkeit der Spar Österreich-Gruppe.

Unter dem Titel „Gemeinsam Plastik sparen mit Spar“ macht der Lebensmittelhändler Kunden auf Möglichkeiten zum Plastik-Verzicht oder zur generellen Verpackungseinsparung aufmerksam. Vermeiden, Reduzieren und Recycling fördern steht beim Programm zur Plastikreduktion im Mittelpunkt. Beim Einkauf von Fleisch und Wurstwaren kann die Kundschaft vor allem durch die Bedientheken Verpackung einsparen. Wurst und Schinken werden bei Spar in Österreich in dünn beschichtetes Papier verpackt, mehrere verschiedene Artikel in ein Papiertütchen. Wer auch darauf verzichten möchte, kann bei Spar auch eigene Behälter von zu Hause mitbringen.

 

 

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