Coca-Cola-Flaschen aus Meeresplastik

Neue PET-Muster-Flaschen bestehen aus Meeresplastik: Mit der Etiketten-Farbe Türkis will das Unternehmen Coca-Cola seinen Durchbruch beim Recycling zeigen.

Coca-Cola präsentierte in London neue Flaschen. Sie haben nicht nur ein neues Design, sie sind auch aus anderem Material. Es sind bislang reine Musterflaschen, es ist derzeit kein Verkauf im Handel geplant. Aber es ist das erste Mal, dass Kunststoffe aus dem Meer erfolgreich in einer lebensmittelechten Flasche wiederverwertet wurden. Der Anteil des eingesetzten Materials beträgt in der fertigen Flasche 25 Prozent.

Die Musterflaschen wurden entwickelt, um das Potenzial verbesserter Recycling-Technologien deutlich zu machen. Neueste Methoden ermöglichen es, gebrauchte Kunststoffe jeglicher Qualität wieder zurück in hochwertige Kunststoffe zu verwandeln. Dabei wird das Verfahren der Depolymerisation angewendet, wobei das PET (Polymere) in seine ursprünglichen Bausteine (Monomere) aufgebrochen wird. Diese Monomere sind einfacher zu reinigen. Danach können sie repolymerisiert werden – zu PET-Material von nahezu reiner Qualität.

Insgesamt hat Coca-Cola in einer Partnerschaft mit Ioniqa Technologies, Indorama Ventures und Mares Circulares knapp 300 dieser Flaschen hergestellt. Das verbesserte Recycling kann eingesetzt werden, um bislang nicht recycelbare Kunststoffabfälle, darunter auch Materialien, die zur Verbrennung oder für die Deponie bestimmt waren, in Verpackungen für Getränke und Lebensmittel (so genanntes lebensmittelechtes PET) zurückzuführen.

Die Kunststoffflaschen für die Herstellung wurden nach Konzernangaben von Freiwilligen bei 84 Strandreinigungen in Spanien und Portugal sowie durch Fischer an Sammelstellen in 12 Häfen im Mittelmeerraum zusammengetragen.

Neben vielen Schritten zur Nachhaltigkeit sollen Verpackungen leichter gemacht und alle überflüssigen oder schwer recycelbaren Kunststoffverpackungen aus dem Sortiment entfernt werden. Dadurch werden laut Coca-Cola jährlich mehr als 11.000 Tonnen Kunststoff eingespart. Coca-Cola European Partners hat kürzlich angekündigt, in Westeuropa für ihre Multipacks statt Kunststoff-Schrumpffolie 100 Prozent recycelbare Pappe einzusetzen. Damit werden in 2020 bereits 4.000 Tonnen weniger Kunststoff eingesetzt und künftig weitere Reduzierungen in der Lieferkette erreicht.

Über Getränkeverpackungen im Wandel spricht Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit Sales/Marketing, Coca-Cola European Partners, auf dem unabhängigen Verpackungskongress von PACKAGING360°. Der Kongress findet am 28. und 29. November 2019 im Hilton in Frankfurt am Main statt. Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.
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